Insel-lieben im Fernsehen

Insel-Liebe im Fernsehen – Vom Blog zum TV

Es war ein ganz normaler Tag. Wir checkten unsere E-Mails, so wie immer. Plötzlich ploppte eine neue E-Mail auf. Absender „Arriba Media“. Mhm, erst dachten wir, das wäre eine der vielen Spams, die im Umlauf sind. Aber irgendetwas ließ sie uns sie dann doch öffnen. Und was da stand, hat uns sehr überrascht! Dort stand zu lesen:
„Liebe Susanne, lieber Michael,
mein Name ist Nadine und ich arbeite bei Arriba Media in Berlin, einer freien Produktionsfirma. Aktuell produzieren wir das Format „Seitenwechsel – die Welt mit anderen Augen sehen“, das auf RTL+ ausgestrahlt wird. …

Für eine neue Reportage beschäftigen wir uns mit Lanzarote als neuem Lebensmittelpunkt für viele Menschen aus Deutschland – insbesondere für Menschen der älteren Generation, die sich hier ihren Traum von einer „Rente unter den Palmen“ erfüllen. … Bei unserer Recherche sind wir auf euren Blog und euren YouTube-Kanal „insel-lieben“ aufmerksam geworden. Uns hat sehr beeindruckt, mit wie viel Herz, Offenheit und langfristiger Motivation ihr Einblicke in euren Alltag in Arrecife gebt und andere Menschen mit hilfreichen Tipps rund ums Auswandern unterstützt. Gerade deshalb finden wir eure Perspektive besonders spannend und würden sehr gerne anfragen, ob wir euch in eurem Alltag auf Lanzarote für einen kurzen Moment begleiten dürften. …“
Wow!!! Du erlebst uns selten sprachlos, aber DAS hat uns echt die Sprache verschlagen!!! Das Fernsehen will uns in einem Format haben??? Aber wie so oft, waren wir erstmal geteilter Meinung. Michael hatte Bedenken. Was ist, wenn sie uns in der Luft zerreißen? So frei nach dem Motto: der doofe Bergmann und die blöde Immo-Tante! Ich war da positiver gestimmt. Mensch, das ist doch toll! Wir können unsere Begeisterung für Lanzarote viel mehr Menschen näher bringen. Schließlich stimmte Michael zu, einmal mit Nadine zu telefonieren, um Genaueres zu erfahren. 

Wir werden berühmt!

Das Telefonat mit Nadine war sehr positiv. Sie erklärte uns das Format und was die Motivation für dieses Thema ist. Wir fanden uns auf Anhieb sympathisch. Wir stimmten dem Projekt zu und danach folgten noch einige Telefonate und unzählige WhatsApp-Nachrichten. Es wurde am Inhalt gearbeitet, Ideen entwickelt und wieder verworfen. Schließlich stand das Datum und der Drehplan fest. Das Drehteam war für ein verlängertes Wochenende auf Lanzarote. Unser Drehtag war der Montag. Und was soll ich sagen? Ich glaube, dieser Montag war der kühlste und graueste Tag seit langem auf Lanzarote. Der Wind peitschte die grauen Wolken vor sich her. Die Temperaturen lagen um die 18 Grad, aber durch den Wind waren es gefühlt nur 14 Grad. Da mussten wir durch. Der Tag war für uns wirklich spannend; wir arbeiteten mit Profis! Und ich wage zu behaupten, dass wir uns wacker geschlagen haben. Weiterhin haben wir für uns festgestellt, dass wir in vielen Dingen gar nicht so viel falsch machen. 

Fazit

Dieser Tag war erlebnisreich und anstrengend. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Das Team war sehr sympathisch und ist auf uns eingegangen. Wir vergaßen oft, dass eine TV-Kamera auf uns gerichtet war.
Von dieser Stelle schicken wir ein großes Dankeschön nach Berlin. Diese Episode gibt einen kleinen Einblick in das Leben auf Lanzarote, aus verschiedenen Blickwinkeln. Aber sieh selbst: 


Kommentare

12 Kommentare zu „Insel-Liebe im Fernsehen – Vom Blog zum TV“

  1. Avatar von Daniela Decker
    Daniela Decker

    Ich finde es echt toll, dass ihr das gemacht habt.

    1. Hallo Daniela,
      vielen lieben Dank! Es war wirklich spannend!
      Liebe Grüße aus Arrecife!

      Susanne und Michael

  2. los únicos „guiris“ que quiero Susane y Michael. 🫣

    Migrar desde la comodidad es muy diferente a migrar desde la necesidad o desde una situación que te obligue a hacerlo.

    Todos sabemos que España es el tercer mundo de Europa, y muchas personas con mucho dinero vienen aquí por que para ellos es más barato vivir aquí, sin embargo a largo plazo esa migración se ha vuelto un problema social para España, pues deja a los españoles y otros migrantes con pocas posibilidades de acceso a derechos tan básicos como lo son la vivienda. Sé que cuando migrais no lo veís así y tampoco es la intención de hacer un problema, pero esta es la realidad.
    Amo a los alemanes que quieren integrarsen , que quieren aprender el idioma y que son empáticos con las situaciones sociales de aquí, y esos son Susane y Michael.
    Buen reportaje.
    Hubiese sido genial subtitulos en castellano.
    Abrazos, mi comentario es con todo amor y respeto.

    1. Avatar von Ina Scholz

      Hallo liebe Insel-Liebenden,
      nach etwas längerer Zeit wieder mal vorbeigeschaut und euren Beitrag mit Film gesehen und bewundert. Ganz aufmerksam habe ich bei euren Passagen über die Eltern zugehört.
      Ich hatte euch 2x angeschrieben, leider kam es zu keinem Treffen, da ich gesundheitlich mächtig in die Knie gezwungen wurde und erstmal beschlossen hab den Traum Lanzarote auf Eis zu legen. Aber er wird nur verschoben 🙂
      Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, seit ihr jetzt so um die 4 Jahre vor Ort und habe es in ca. seit Abfahrt verfolgt. Hut ab und alles richtig gemacht. Aber ihr seid einfach supersympathisch und authentisch und es macht Hoffnung weiter den eigenen Traum zu verfolgen und realisieren.
      Euch alles Gute und liebe Grüße aus Berlin Ina, Charly mit 🐾Valter

      1. Hallo Ina,

        vielen Dank für deine lieben Worte. Wir bemühen uns immer ehrlich zu sein. Wenn du spezielle Fragen zu dem Thema Pflege und medizinische Versorgung hast, lass es uns wissen. In jedem Fall wünschen wir dir gute Besserung. Bleib positiv. Das ist immer wichtig.

        Viele Grüße

        Michael und Susanne

        PS: Im Dezember sind es schon fünf Jahre 🙂

    2. Hola, Paola,

      estoy totalmente de acuerdo contigo. Por supuesto, la inmigración descontrolada siempre es problemática. La situación de la vivienda es una auténtica pesadilla. Aquí en Lanzarote hay alrededor de un 20 % de viviendas vacías. No entiendo por qué el Gobierno no interviene en este asunto. En cambio, se centran en los apartamentos turísticos. Pero estos solo representan alrededor del 3 % del mercado inmobiliario.

      Aquí se necesitan soluciones políticas.

      Un saludo muy cordial

      Miguel

  3. Avatar von Roland & Nicky
    Roland & Nicky

    Es freut uns Mega für euch !
    Ihr habt euch den Traum erfüllt!
    Wir müssen den Weg noch gehen !
    Wir sehen uns Anfang Oktober auf der Insel !
    Liebe Grüße Roland & Nicky

    1. Hallo,
      Danke, ihr schafft das. Nur nicht unterkriegen lassen.
      Viele Grüße
      Michael

  4. Ich finde es wirklich schlecht, dass es jetzt auf RTL groß beworben wird. Dann kommen alle Influencer und Tausende von Leuten, die überhaupt keinen Bezug zur Insel haben, und ich kann es mir dann nicht mehr leisten, wenn ich in ein paar Jahren in der Rente auf die Insel gehen will. Ich finde die Insel sollte man irgendwie kennen oder durch Mund zu Mundpropaganda kennen gelernt haben und nicht durch so einen RTL Beitrag den Massentourismus auch dort noch fördern. Dann kommt Hinz und Kunz und macht die ganze Insel kaputt und verdrängt weiter die Einheimischen. Aber Hauptsache, ihr seid „berühmt“ geworden. Ich bin jedenfalls richtig sauer.

    1. Hallo Andreas,

      vielen Dank für deine kritischen Worte. Ich bin in weiten Teilen ganz bei dir. Ob dieser kurze TV-Beitrag jedoch einen großen Einfluss auf die Zuwanderungs- und Tourismuszahlen haben wird, wage ich zu bezweifeln. Für die meisten Influencer gibt es deutlich attraktivere Ziele als die Kanaren. Als Influencer musst du deine Einnahmen trotz allem versteuern. Da bist du mit den hohen Steuersätzen auf den Kanaren also eher schlecht beraten. Das solltest du auch als Rentner bedenken. Deine Rente wird hier voll versteuert. Es gelten andere Freibeträge und viele weitere Dinge lassen das scheinbar günstige Leben teuer werden. Nur ein Beispiel: Zahnarzt wird nicht mehr von deiner KV übernommen, und viele andere Leistungen, die in Deutschland von der gesetzlichen KV erbracht werden, fallen weg.

      Wohnraum ist ein heikles Thema, das stimmt. Es sind aber nicht die Zuwanderer und Touristen, die für die enormen Mieten verantwortlich sind. Eher ist es die Politik. Als Vermieter gehst du hier ein beträchtliches Risiko ein. Das muss geändert werden!

      Wie ich in meiner Antwort an Paola schon schrieb: Ferienwohnungen machen hier einen Anteil von 3 Prozent aus. Es sind die Leerstände am Wohnungsmarkt, die problematisch sind. Runde 20 % der Wohnungen stehen leer! Das treibt die Preise deutlich mehr, als eine Handvoll „Influencer“.

      Auch den Massentourismus sehe ich kritisch. Am Ende sind es aber genau diese Touristen, die hier für Arbeit und Beschäftigung sorgen. Von jeder Straße, die hier für die Touristen gebaut oder verbessert wird, profitieren die hier Wohnenden ebenfalls. Aber ja, es ist kein Spaß, wenn in der Saison plötzlich drei große Kreuzfahrtschiffe die Touristen ausladen und die Innenstadt von Arrecife mit 10.000 Menschen überflutet wird. Aber das weiß man halt. Man geht eben erst nach 16.00 Uhr in die Stadt. Dann sind die Kreuzfahrer schon wieder weg. Und ja, auch Kreuzfahrer machen nur einen Bruchteil der Besucher aus. Flugreisende gibt es deutlich mehr.

      Es tut uns wirklich leid, dass du dich durch unsere Teilnahme an diesem Beitrag schlecht fühlst. Am Ende waren wir alle auf die eine oder andere Weise das erste Mal zu Besuch hier. Susanne und ich haben als Pauschaltouristen in einem All-Inclusive-Hotel angefangen und nun leben wir hier. Das ist für uns nicht selbstverständlich. Das ist ein Privileg, und wir sehen uns als Gäste in diesem Land. Fakt ist aber auch, dass eine, wie im Beitrag gezeigte Immobilie für 1,3 Millionen Euro, für die wenigsten hier lebenden und arbeitenden Erschwinglich ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Objekt in dieser Preisklasse für einen normal verdienenden erschwinglich wäre, ist sehr gering.

      Wir raten jedem, der hier mieten möchte, ab. Zu schnell kann hier ein Mietvertrag gekündigt oder die Miete erhöht werden. Sind die Kapitalreserven begrenzt, wird aus dem Auswandertraum schnell ein Alptraum. Wie sagt man in Deutschland? „Drum prüfe, wer sich binde!“

      Viele Grüße

      Michael und Susanne

  5. Liebe Susanne, lieber Michael,
    zuerst einmal ‚Gratulation zu der Doku‘. Schön, wie ihr seit fast 5 Jahren über euren Blog Menschen an euren Erfahrungen teilhaben lasst und damit Hilfestellung für Gleichgesinnte gebt.
    Fassungslos macht mich der Kommentar von ‚Andreas‘! Interessant, wie schnell aus einer sachlichen Doku über das Auswandern eine Abrechnung mit denjenigen wird, die ihre Erfahrungen teilen (Hauptsache, ihr werdet ‚berühmt‘)… Auch wenn sich dies ja auf eine Headline in eurem Text bezog. Die Doku war doch an keiner Stelle ein Aufruf ‚kommt alle nach Lanzarote‘, sondern es stand der Hinweis im Fokus, informiert euch gründlich, rechnet genau, vermeidet unüberlegte Entscheidungen.
    Und mal ehrlich: wenn der eigene Traum daran scheitert, dass andere Menschen in einer Doku von sich und ihren Erfahrungen vor Ort berichten, liegt das Problem sicher nicht bei der Doku zu dem Thema. Vielleicht findet ‚Andreas‘ für sich eine Lösung, die ohne Schuldige auskommt. Lanzarote – sowie Spanien an sich – sind schon länger kein Schnäppchenparadies mehr, weder für Rentner noch andere. Und Michaels geduldige Erläuterung ist ja fast ‚Mutter Theresa‘ würdig… 😉 Euch weiterhin viel Erfolg. Und: Maximaler Abstand zu negativen Menschen erhöht das eigene Wohlbefinden ungemein – überall auf dieser Welt!

    1. Liebe Gudrun,
      lieben Dank für dein Lob. Wir stehen auf dem Standpunkt, wenn unser Blog auch nur einem Menschen Mut macht, seinen Traum zu erfüllen, dann haben wir alles richtig gemacht. Negative Kommentare und Neider wird es immer geben. Aber auch dieses bereichert unseren Blog. Da wir unsere Erfahrungen bei unserer Auswanderung öffentlich teilen, stehen wir selbstverständlich auch im Fokus. Aber damit können wir gut umgehen. Wem unser Blog nicht passt, muss diesen nicht lesen. Andererseits auch wieder sehr schön, dass jemand bei einem negativen Kommentar für uns in die Bresche springt. Danke dafür!

      Liebe Grüße nach Köln!

      Susanne und Michael

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