Medizinische Versorgung auf Lanzarote

Medizinische Versorgung auf Lanzarote – Unsere Erfahrungen

Deutschland hat die besten Ärzte der Welt! Kein Gesundheitssystem ist so gut wie das Deutsche. Das sind nur zwei der gebetsmühlenartig wiederholten Phrasen, die man ständig zu hören bekommt. Ist das so? Ehrlich gesagt: wahrscheinlich nicht. Sicherlich gibt es die eine oder andere Koryphäe auf ihrem Fachgebiet. Die breite Masse von Patienten bekommt eine kassenärztliche Standardbehandlung. Eine Frage, die uns lange beschäftigt hat, war die medizinische Versorgung auf Lanzarote. Hier eine objektive und fundierte Bewertung zu finden, ist uns nicht gelungen. Welche Erfahrungen haben wir in den letzten vier Jahren gemacht? Wie empfinden wir die medizinische Betreuung auf Lanzarote und wie haben wir uns mit dem spanischen Gesundheitssystem arrangiert?

Das staatliche Gesundheitssystem auf Lanzarote

Grundsätzlich besteht in Spanien eine Versicherungspflicht. Es gibt, ebenso wie in Deutschland, private Krankenversicherungen (die günstig sind) und eine gesetzliche Krankenversicherung. Im Gegensatz zu Deutschland ist hier seit langem ein Hausarztmodell etabliert. Bei der Anmeldung im Gesundheitssystem bekommt man einen festen Allgemeinmediziner zugewiesen. Natürlich könnt ihr diesen bei Bedarf auch wechseln. Die Ärzte sitzen hier in großen Gesundheitszentren (Centro Salud). Termine werden online gebucht und werden perfekt eingehalten. In Deutschland haben wir trotz Termin oft ein bis zwei Stunden im überfüllten Wartezimmer ausharren müssen. Bei den Fachärzten sah es nicht anders aus. Benötigt ihr einen Facharzttermin, so wird dieser von eurem Hausarzt veranlasst. Das kann durchaus seine Zeit beanspruchen. Wir hörten von Wartezeiten bis zu einem Jahr für einen Termin beim Dermatologen.

Aber! Ihr wisst, „aber“ bedeutet: vergesst alles, was ich zuvor gesagt habe. Aber, die Wartezeit hängt natürlich von der Dringlichkeit eurer Behandlung ab. Je dringlicher, umso schneller erhaltet ihr auch einen Facharzttermin. Im Zweifelsfall werdet ihr vom Centro Salud direkt ins Krankenhaus überwiesen. Wem das nicht schnell genug geht und wer über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, kann einen Termin in einer der vielen Privatkliniken und Privatpraxen vereinbaren. Bei den Deutschen sehr beliebt ist Dr. Mager. Über die Insel verteilt sind mehrere Praxen mit deutschsprachigem Personal von ihm zu finden. Hier noch der Hinweis: Die Amtssprache in Spanien ist Spanisch! Überraschung! Wenn ihr euren Hausarzt aufsucht, könnt ihr nicht erwarten, dass dieser in Deutsch oder Englisch mit euch kommuniziert. Im Zweifelsfall nehmt euch einen Übersetzer mit. Das haben wir am Anfang so gemacht. Falsche Scham ist unangebracht. Wenn ihr der spanischen Sprache nicht mächtig seid und ihr keinen Übersetzer konsultieren möchtet, dann bleibt euch nur der Gang in die teuren, privaten Praxen als Option. 

Fachliche Qualifikation der Ärzteschaft

Was soll ich euch sagen? Es sind Ärzte und keine Schamanen, die Hühnerknochen und Kaffeesatz zur Diagnose heranziehen. Aus Erfahrung wird hier deutlich stärker auf Prävention als auf Tabletten gesetzt. Im Gegensatz zu Deutschland wird hier nicht wortlos ein Präparat verschrieben. Ganz im Gegenteil. Der erste Akt unseres Hausarztes war eine gründliche Untersuchung, Blutbild, Urinprobe und andere hier unerwähnt bleibende Pröbchen. Im Anschluss gab es ein eingehendes Gespräch zu unseren „Baustellen“ und direkt einen Kontrolltermin, um den Erfolg der besprochenen Therapie zu überprüfen. In der Zwischenzeit lag die Verantwortung bei uns, die ausgesprochenen Empfehlungen umzusetzen. Ich meine, in einem Artikel gelesen zu haben, dass die benötigte Zeit zur Genesung in Spanien kürzer als in Deutschland ist. Warum? Nun, als Deutscher weiß man schließlich immer alles besser und vor allem mehr als andere. Das gilt selbstverständlich erst recht bei den Diagnosen eines scheinbar dahergelaufenen Quacksalbers. Großes Misstrauen, Dr. Google und Co., führen jedoch dazu, dass die Behandlung abgebrochen oder Tabletten ohne Rücksprache abgesetzt werden. Das sorgt in der Folge zu geringeren Heilungsaussichten und zu einer längeren Behandlungsdauer mit einhergehender größerer Unzufriedenheit. 

Versteht mich nicht falsch, natürlich sollt ihr kritisch sein. Natürlich könnt ihr bei schwerwiegenden Diagnosen ein Konsil beanspruchen. Am Ende gilt es, der fachlichen Meinung eures Arztes zu vertrauen. Immerhin hat er einige Jahre Medizin studiert und wohl mehr Kranke als Gesunde gesehen. 

Was einen großen Unterschied zu Deutschland ausmacht: Die Ärzte hier müssen nicht auf Teufel komm raus Gewinne generieren. Das scheint die Beratung und Planung einer Behandlung deutlich weniger invasiv zu machen. In Deutschland werden wesentlich schneller die Messer gewetzt und Operationen angesetzt als hier. Hintergrund: Operationen versprechen einen größeren Gewinn als Konsultationen für Kliniken und Ärzte (ein Hoch auf das deutsche Gesundheitssystem). Im Gegensatz dazu steht in Spanien nicht der Gewinn an erster Stelle, sondern Effizienz und Kostenersparnis. Das jedoch aus reiner Sparwut, Behandlungen nicht stattfinden, können wir nicht bestätigen. Jeder Arztbesuch hier endete für uns mit einer zufriedenstellenden Lösung. Angefangen bei einer einfachen Creme über eine ausführliche Beratung zum Prädiabetis bis hin zur Impfempfehlung gegen Gürtelrose, waren unsere Erfahrungen hier tadellos. 

Krankenhaus und Ambulanz auf Lanzarote

Neben den verschiedenen Centro Saluds in den einzelnen Orten gibt es eine große und modern ausgestattete Klinik. Zum Beispiel wurde die Nuklearmedizin vor kurzem mit mehreren Millionen Euro renoviert und erweitert, es wurde ein Davinci-Operationsroboter angeschafft und die Ärzteschaft wird ständig erweitert. Hier sind unsere Erfahrungen durch die Bank positiv. Wie ihr ja wisst, haben wir Susannes Eltern mit auf die Insel genommen. Mit deutlich über 80 ist eine gute medizinische Versorgung obligatorisch. Wenn ihr die beiden fragt, werdet ihr die gleiche Antwort erhalten, wie von uns: alles super! Alle so nett und kompetent! Jutta und Karl haben beide schon die Notfallambulanz ausgiebig getestet. Jutta mit Verdacht auf Schlaganfall. Karl mit verschiedenen Dingen. Angefangen von Corona, über einen schlimmen Magen- und Darminfekt bis hin zur geriatrischen Beurteilung gab es immer eine rundum perfekte Betreuung. Natürlich muss man auch hier in der Notaufnahme Zeit mitbringen. Wie auch in Deutschland wird hier nicht nach Ankunftszeit abgearbeitet, sondern nach Schwere des Notfalls. Da kann man durchaus mit einem Schnupfen einige Stunden warten! Im Gegensatz dazu hat die Stroke-Unit im Hospital bei Jutta einen Top-Job abgeliefert. Schnell und zielgerichtet wurden alle notwendigen Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt. Zum Glück nur falscher Alarm. Trotzdem wurden noch nachfolgende Untersuchungen zum Ausschluss schwerwiegender Probleme angestellt. Jeder wusste, was zu tun ist. Was gut ist: Neben der großen Notaufnahme im Krankenhaus verfügen einige der Centro Saluds über angegliederte Notaufnahmen. Wer also nicht seinen Kopf unter dem Arm trägt, findet hier ebenso kompetente Ansprechpartner wie im Zentralkrankenhaus

Schwerwiegende Diagnosen und Behandlungen

Die Kapazitäten und der Leistungsumfang des Insel-Krankenhauses Molina Orosa werden permanent ausgebaut. Trotzdem ist es nicht möglich, alles auf Lanzarote zu behandeln. Das ist aber in Deutschland nicht anders. Nicht jede Stadt verfügt über ein Krankenhaus mit einem vollumfänglichen Behandlungsspektrum. Neurochirurgen oder Kardiologen sitzen oft einige hundert Kilometer entfernt. Solltet ihr eine medizinische Behandlung benötigen, die auf Lanzarote nicht möglich ist, so werdet ihr in die Klinik nach Gran Canaria überwiesen. Die Kosten für euren Flug inkl. Begleitperson werden natürlich übernommen. Das mag vielleicht unbequem sein, ist aber letztendlich kein wirkliches Kriterium, um nicht auszuwandern. Lanzarote ist bemüht, das medizinische Angebot ständig zu erweitern. Alternativ werden bei dringlichen Fällen Patienten in die Privatkliniken überwiesen. Aus jüngster Erfahrung können wir berichten, dass eine schwere Herzoperation einer guten Bekannten innerhalb kürzester Zeit perfekt umgesetzt wurde. Sie erzählte, dass es weder an der Planung, dem Ablauf noch der Nachsorge etwas auszusetzen gab. 

Zahnärzte und zahnärztliche Behandlung

Die zahnärztliche Behandlung ist hier nicht in der Krankenversicherung enthalten. Lediglich Schmerzbehandlungen wie Extraktion oder Antibiotika werden von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Füllungen, Kronen und Prothesen sind private, selbst zu zahlende „Vergnügen“. Das hört sich wieder schlimmer an, als es ist. Natürlich sind Dinge wie eine Wurzelbehandlung in Deutschland kostenfrei. Dafür sind die Eigenanteile bei anderen Versorgungsleistungen (Füllungen, Zahnersatz usw.) in der Regel so hoch wie hier auf Lanzarote die komplette Behandlung. Eine gründliche Zahnreinigung schlägt hier mit rund 60 Euro zu Buche. Eine Füllung kostet bei einem ortsansässigen Zahnarzt circa 80 Euro (mein Eigenanteil für eine Kunststofffüllung mit hohem Keramikanteil betrug in Deutschland rund 75 Euro). Die letzte Wurzelbehandlung hier schlug mit rund 300 Euro zu Buche. Allerdings wurde bei dieser Behandlung mit deutlich erweiterterem Leistungsumfang gearbeitet. So kam ein Gerät zum Einsatz, das die Tiefe des Wurzelkanals elektronisch ermittelt (Apexlocator). Das vergrößert die Chancen auf eine erfolgreiche Erstbehandlung deutlich. In Deutschland wäre das eine „IGeL-Leistung“ gewesen. Bei zwei Wurzelkanälen mit je zwei Messungen hätte das wohl rund 80 Euro gekostet. Den Rest hätte die Krankenkasse bezahlt (nagelt mich hier nicht fest). Wer möchte, kann eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Das ist einfacher als die Wahl des richtigen Zahnarztes. Wie auch bei der allgemeinen medizinischen Behandlung neigen unsere Landsleute dazu, Vertrautes zu suchen. Es muss also der deutschsprachige Zahnarzt sein. Bei Empfehlungen sind wir sehr vorsichtig geworden. Herkunft und Sprache sagen nämlich exakt nichts über die fachliche Qualifikation eines Arztes aus. Wir haben eine Zahnklinik gefunden, deren Ausstattung und Behandlungsmethodik durch die Bank mindestens auf deutschem Niveau ist und uns rundum zufriedenstellt. Meine Zahnärztin kennt jetzt das deutsche Wort „Wurzelbehandlung“.

Geriatrie und Pflege

Auch wenn einige es nicht wahrhaben wollen: Altern ist kein Ponyhof! Mit fortschreitendem Alter muss man sich Gedanken machen, wie es weitergehen soll. In Deutschland gibt es natürlich Altenheime, Pflegeheime oder betreutes Wohnen, und hier? Natürlich gibt es all das auf Lanzarote. Es gibt einige private Einrichtungen, die aus der eigenen Tasche finanziert werden müssen (eigentlich wie in Deutschland). Es gibt ambulante Pflegedienste, Kurzzeitpflege und alle möglichen Formen der Unterstützung. Wer später auf staatliche Hilfen zurückgreifen möchte, sollte darauf achten, hier korrekt angemeldet zu sein und seine vorläufige Residencia nach fünf Jahren in eine permanente umzuwandeln. Das eröffnet deutlich mehr Möglichkeiten bei der Behandlung und Unterstützung im staatlichen System. Einige Leistungen der Deutschen Pflegeversicherung lassen sich hier ebenfalls abrufen. Pflegegeld ist das einfachste. Das könnt ihr auf Lanzarote problemlos beziehen. Pflegesachleistungen bleiben dagegen außen vor.  Das ist ein sehr umfangreiches Thema, das wir in einem gesonderten Artikel behandeln werden. Der Hausarzt von Karl und Jutta hat beide zu einem Termin in die Geriatrie angemeldet, ungefragt und präventiv. Hier gilt: Kümmert euch frühzeitig um solche Untersuchungen. Im Notfall ist es zu spät! Anfänglich hatten wir einen deutschsprachigen ambulanten Pflegedienst beauftragt, der nach Karl geschaut hat. Dann hatten wir privat jemanden gefunden und aktuell besucht er an drei Tagen der Woche eine Senioren-Tagesstätte, in der er vollumfänglich umsorgt wird. Auch hier können wir nur Gutes berichten. Bei den Pflegediensten hatten wir den Eindruck, dass der Mensch deutlich stärker im Vordergrund stand als das Zeitmanagement. Nie kam das Gefühl von gehetzt oder getrieben sein auf. Ganz im Gegensatz zu „Good old Germany“.

Medikamente, elektronische Patientenakte und E-Rezept

Manchmal schauen wir nach Deutschland und können uns nur wundern. Alles wird zerredet. Wie erwähnt, muss man kritisch sein. Aber profane Dinge wie das E-Rezept werden zum Teufelswerk stilisiert und die elektronische Patientenakte wird zum lückenlosen orwellschen Überwachungswerkzeug. Liebe Landsleute, macht euch mal locker. Schaut auf die Vorteile. Jeder Arzt kennt eure Medikation, keine zigfachen Untersuchungen, direkt einsehbare Dokumentation für euch sind nur einige Vorteile. Jeden Monat in die Praxis, um eure Rezepte zu verlängern? Kann es einen größeren Schwachsinn geben? Wohl kaum. Wenn ihr chronisch erkrankt, benötigt ihr Medikamente über einen langen Zeitraum. In Spanien ist das Rezept direkt auf eurer Versicherungskarte hinterlegt und verlängert sich automatisch. Sind eure Medikamente aufgebraucht, geht ihr in die Apotheke und holt euch Nachschub. Allerdings immer nur für entsprechend der Dosierung und der verschriebenen Packungsgröße. Müsst ihr jeden Tag eine Tablette nehmen und in der Packung sind 25 Stück, könnt ihr nach 25 Tagen ein neues Paket in der Apotheke abholen. Die elektronische Patientenakte und das E-Rezept sind eine große Erleichterung und ein echter Gewinn im Alltag. Auf die Gefahr mich zu wiederholen: Das fühlt sich deutlich besser an, als mit tonnenweise Kopien (die mühselig von allen Ärzten eingefordert werden mussten) zum nächsten Facharzt zu gehen und dort ggf. Wochen oder Monate auf einen Termin zu warten.

Vier Jahre und immer noch gesund 

In den letzten vier Jahren, seitdem wir Deutschland verlassen haben, gab es einige gesundheitliche Baustellen, bei uns wie auch bei den Eltern. Wir alle sind der Meinung, dass uns in Deutschland keine bessere Behandlung zuteil geworden wäre. Wir sind mit der Versorgung rundum zufrieden. Natürlich ist die Sprache eine Herausforderung. Doch wenn ihr dem Arzt schildern könnt, was euch plagt und ihr in der Lage seid, einige einfache Fragen zu beantworten, dann seid ihr auf der Gewinnerseite. Solltet ihr mit euren Sprachkenntnissen nicht weiterkommen, vereinbart einen zweiten Termin und kommt mit einem Übersetzer wieder. Was ihr lernen müsst, ist Vertrauen. Vertrauen in die Fähigkeiten eures Gegenübers. Das scheint unter Deutschen immer mehr zu schwinden. Sicherlich gibt es auf Lanzarote ebenso wie in Deutschland echte Scharlatane unter den Medizinern. Doch das könnt ihr im Vorfeld nicht wissen. Vergegenwärtigt euch, dass euer Arzt in Deutschland wie auch der Mediziner auf Lanzarote eine anspruchsvolle Ausbildung absolviert hat und sie mit großer Sicherheit mehr wissen, als ihr und Dr. Google. Ihr erzählt eurem Automechaniker doch auch nicht, wie er die Kurbelwelle reparieren muss, oder?

Rundum gut versorgt

Wir sehen keine Notwendigkeit, für etwaige Spezialbehandlungen nach Deutschland zurückzukehren. Natürlich muss man das in der jeweiligen Situation individuell bewerten. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass in unserer neuen Heimat jede notwendige Behandlung möglich ist (Insellage ist natürlich zu beachten) und in der Qualität nicht hinter der in Deutschland zurücksteht. Da hier die wirtschaftlichen Voraussetzungen für Ärzte und Krankenhäuser anders sind als in Deutschland, haben wir das Gefühl, eine objektive Behandlung, ohne Blick auf Gewinne, zu erhalten. Das hier soll keine Lobeshymne auf die spanische medizinische Versorgung sein. Natürlich hat das System Schwächen und Lücken. Natürlich kann eine Behandlung völlig daneben gehen oder sie entspricht nicht euren Erwartungen. Und da liegt der Hase im Pfeffer: Habt keine überzogene Erwartungshaltung! Wenn ihr 50 oder mehr Jahre nicht auf euren Körper geachtet habt, dann kann der Arzt euch hier nicht mit einer Tablette wieder in die Spur bringen. Dann habt ihr es schlichtweg verkackt (Entschuldigt die Ausdrucksweise). Unser dringlicher Rat an alle: Schiebt keine Untersuchung oder Behandlung auf. Ein Großteil der gravierenden Erkrankungen verschlimmert sich im Laufe der Zeit und eure Prognose wird von Tag zu Tag schlechter. Geht lieber einmal mehr zum Arzt! Googelt eure Symptome nicht! Nehmt eure Medikamente und hört auf die Ratschläge der Mediziner. Und vielleicht werden ja die Spanier im Durchschnitt älter, weil sie nicht zu Tode behandelt werden und den Ratschlägen ihrer Ärzte folgen? Wer weiß das schon?


PS: Noch eine kleine Info falls es bei euch mit der Sprache hapert. Ihr könnt bei der Terminvereinbarung via Telefon gleich einen Übersetzer dazu bestellen (Wenn ihr Glück habt bekommt ihr sogar einen Mehrsprachigen Arzt. Alternativ gibt es für die Kanaren auch die App Tradassan 


Kommentare

13 responses to “Medizinische Versorgung auf Lanzarote – Unsere Erfahrungen”

  1. Hey Ihr Zwei,
    wieder ein toller Artikel, danke dafür.
    LG aus Las Breñas

    1. Hallo Alexandra,
      vielen Dank und frohes, neues und gesundes Jahr!
      Grüße aus Downtown!

  2. Avatar von Christiane Wieden
    Christiane Wieden

    wieder einmal super informativ und gut geschrieben, danke dafür 👍

    1. Hallo Christiane,
      wie sagen wir immer? Wir bemühen uns stets! Danke!
      Viele Grüße und auch ein frohes Neues!

  3. Avatar von Wolfgang Zeitschner
    Wolfgang Zeitschner

    Hallo Michael,
    sehr schön ge. bzw. beschrieben. Wir spielen auch mit dem Gedanken nach Spanien auszuwandern. Allerdings haben wir Bedenken, da meine Frau eine autoimmun Erkrankung hat. Dein Artikel hat mir dadurch noch besser gefallen.
    Schöne Grüße
    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,
      wie im Artikel geschrieben: Wir fühlen uns hier sehr gut versorgt. Die Eltern mit deutlich über 80 und der einen oder anderen Baustelle auch. Was vielleicht auch noch ein guter Tipp ist, fragt einfach mal bei eurer KV nach. In der Regel haben alle großen Versicherer (gesetzlich wie auch private) eine Auslandsabteilung. Wenn ihr eine private KV habt, ist es sogar noch einfacher. Dann stehen euch hier jede Menge Privatkliniken zur Verfügung. Wir können jetzt nur für Lanzarote sprechen, aber Ausstattung und Ausbildung der staatlichen Krankenhäuser oder auch der privaten Kliniken stehen der in Deutschland in nichts nach. Falls ihr etwas spezielles Wissen möchtet, schreib mich einfach an.
      Viele Grüße in unsere alte Heimat!

  4. Avatar von Alexander & Brigitte
    Alexander & Brigitte

    danke mal wieder für euer guten Bericht, verstärkt immer wieder unser Blick auf die Insel.

  5. Avatar von Marianne Knickrehm
    Marianne Knickrehm

    Genauso habe ich es erlebt und erlebe es immer noch. Ich hoffe, ich profitiere von diesem System einmal, wenn ich alt bin (jetzt 65 Jahre ).

    1. Hallo Marianne,
      wir freuen uns, mit unserer Meinung und Wahrnehmung nicht alleine dazustehen. Und wie heißt es so schön? Die beste Krankheit nützt dir nichts, wenn du gesund bist!
      Viele Grüße

  6. Avatar von Peter Ringsgwandl
    Peter Ringsgwandl

    Hallo Michael,
    ich kann dir nur zustimmen. In den fünf Jahren, die wir nun hier auf der Insel leben, haben wir ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Ob Intensivmedizin oder allgemeine Notfallversorgung – wir wurden stets bestens betreut und würden die medizinische Versorgung hier sogar einem deutschen Krankenhaus vorziehen.

    1. Hallo Peter,
      da sind wir 100 Prozent einer Meinung. Ganz nebenbei: Ich hatte auch die beste Wurzelbehandlung meines Lebens (wenn man das so sagen kann). Dein Tipp mit „Oris Clinica Dental“ war super. Ende des Monats noch eine kleine Füllung und das war es dann. Betäubungsspritze absolut perfekt gesetzt. Es war überhaupt nichts zu merken. Das kenne ich, zumindest an der Stelle, deutlich anders. Also Danke!
      Viele Grüße
      Michael

  7. Ich kann da den Kindern nur recht geben. Wir fühlen uns im Gesundheitssystem sehr gut aufgehoben.
    Liebe Grüße
    Jutta

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