Versandhandel auf Lanzarote

Onlinekauf Kanaren oder Schaufensterbummel?

Same-Day-Delivery? Auf Lanzarote? Hahahaha. Der war gut! Wer sich für die Kanaren als Lebensmittelpunkt zum Auswandern entscheidet, sollte sich genau überlegen, ob er ohne die tägliche Dosis Online-Shopping auskommt. Und wisst ihr was? Es ist gar nicht so schlimm! Am Ende bekommst du auf der Insel alles, was du wirklich zum Leben benötigst. Aber keine Angst, ganz so schlimm ist die Situation nicht. Wer einige Dinge beachtet, ein paar verschiedene Plattformen nutzt, der kann durchaus seinem Lieblingshobby, dem Online-Shopping, nachgehen. 

Retroshopping – offline statt online einkaufen

Einer der Gründe, warum wir uns in Arrecife verliebt haben, ist das 80er-Jahre-Feeling. Wir können es gar nicht so genau beschreiben. Natürlich läuft hier keine „Neue Deutsche Welle“ im Radio. Doch das gesamte Lebensgefühl ist irgendwie „voll 80er“. Und so ist es hier auch mit dem Einkaufen. Wie in der guten alten Zeit. Wenn du etwas benötigst, gehst du in den Laden. Das wenigste bestellst du online. Natürlich kannst du über die verschiedenen Plattformen deine Einkäufe erledigen. Allerdings bekommst du zum Beispiel bei Amazon überdurchschnittlich oft „Die Lieferung zu deiner voreingestellten Adresse ist leider nicht möglich“ angezeigt. Es gibt Dienstleister, wie Guanxe oder Banango, die diesen Umstand zum Geschäftsmodell gemacht haben. Sie nehmen deine Bestellungen auf dem spanischen Festland entgegen und leiten sie dann auf die Kanaren weiter. Die Versandkosten erhöhen sich dadurch ein wenig, jedoch wird durch diesen Service die Verfügbarkeit an Waren vervielfacht. 

Problematischer Sonderstatus innerhalb der EU – Die Kanaren

Alles Quatsch? Die Kanaren sind doch Europa und gehören zur EU? JEIN! Es ist nicht ganz so einfach. Die Kanaren gehören geografisch wohl eher zu Afrika, politisch wären sie gerne eigenständig und als Handelszone ist man sich nicht sicher. Die Kanaren sind eine Sonderwirtschaftszone. Diese wurde geschaffen, um Anreize zur Ansiedlung von Unternehmen zu schaffen und nennt sich „Zona Especial Canarias“, kurz ZEC. Du ahnst es schon, oder? Das hat gleichermaßen Vor- wie Nachteile. Ein Vorteil sind reduzierte Mehrwertsteuersätze. Ein Nachteil: Du benötigst Zollpapiere. Das hört sich jetzt komplizierter an, als es ist. Extra für diese Zollsonderzonen gibt es vereinfachte Einfuhrpapiere und Prozesse. Wenn jedoch das Unternehmen, bei dem du bestellen möchtest, keine Lust auf diese zusätzliche Arbeit hat, wird es schwierig. Es geht los mit der Rechnung. Da du in der Zoll-/Mehrwertsteuer-Sonderzone wohnst, steht dir eigentlich eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer zu. Kommt die Ware dann auf den Kanaren an, wird sie geprüft, die Höhe des Einfuhrzolls ermittelt und die Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Wickelt der Händler das korrekt ab, musst du rein gar nichts machen. Du hast dann mit dem Kauf bereits alles erledigt und bezahlt. Klappt das nicht, musst du dich selber um die Einfuhr kümmern. Alternativ bietet Correos an, diesen Vorgang für dich zu übernehmen. Das ist bequem, jedoch nicht gebührenfrei. Wie hoch diese Gebühren ausfallen, kann individuell unterschiedlich sein. Wir haben beispielsweise für eine Osmoseanlage im Warenwert von rund 200 Euro, 30 Euro Steuern, Zoll und Handlinggebühren bezahlt. Damit war die Anlage immer noch deutlich günstiger als beim ortsansässigen Händler. Wir sprechen hier von über 100 Euro Ersparnis. Interessant für Händler sind die Seiten der IHK Stuttgart: Infos zum Versand auf die Kanaren. Wenn der Händler deiner Wahl eine Hilfestellung braucht, gib ihm diesen Link. Auf diesen Seiten ist er gut aufgehoben und findet die nötige Hilfestellung für einen reibungslosen Versand auf die Kanaren. 

Amazon – Einfache Bestellung und zuverlässige Abwicklung auf Lanzarote

Wie auch in Deutschland sorgt Amazon dafür, dass die Abläufe für dich mehr als einfach sind. Das setzt ein korrekt eingerichtetes Konto bei Amazon voraus. Deine Adresse muss stimmen, wir empfehlen, eine spanische Kreditkarte als Zahlungsmittel zu hinterlegen, zusätzlich sollte deine N.I.E. mit dem Bestellkonto korrekt verknüpft sein. Wenn du diese Bedingungen erfüllst und dann noch einen Händler findest, der auf die Kanaren liefert, oder ein Produkt findest, das auch wirklich an deine Adresse geliefert wird, musst du rein gar nichts mehr tun. Amazon kümmert sich um die komplette Abwicklung. Selbst Prime wird angeboten. Jedoch wird oft eine Versandkostenbeteiligung von 6-12 Euro erhoben. Da wir wenig bestellen, haben wir uns gegen das Prime-Abo entschieden. Sollten Mehrwertsteuer, Versandkosten und Zollgebühren falsch berechnet worden sein, erstattet Amazon den zu viel bezahlten Betrag selbstständig. Hier gilt natürlich: Geduld ist eine Tugend! Das kann durchaus mehr als einen Monat nach der Lieferung sein. Also: Keep cool! Der Versand der Produkte geht in der Regel recht zügig. Eine bis zwei Wochen sind die Regel. Wer entsprechend plant, kommt damit gut klar. Schließlich werden hier keine Transplantationsorgane versendet. Du wirst auch nicht sterben, wenn es drei Wochen dauert. 

Same Day-Delivery ist auf Lanzarote kein Thema

Amazon betreibt viele eigene Versandzentren inkl. Lager. Auf Lanzarote nicht. Das heißt, Ware, die du online bestellst, muss via Schiff oder Flugzeug zur Insel und dort dann mit dem lokalen Dienstleister ausgeliefert werden. Eine Lieferung am selben Tag ist damit zu 99,9 Prozent ausgeschlossen. Aber hey, du wolltest es doch sowieso ruhiger angehen lassen. 

Slabon als regionaler Online-Händlerverbund

Einige Händler haben erkannt, dass der Onlinehandel großes Potenzial birgt. So nehmen einige lokale Unternehmen an Slabon teil. In der App, die für iOS und Android angeboten wird, kannst du dir Coupons der teilnehmenden Händler einheimsen und beim Offlinekauf satte Rabatte unter den Nagel reißen. Zum Start dieses Services war man deutlich ambitionierter. Die aktuelle App ist schon seit über einem Jahr nicht mehr mit einem Update beglückt worden. Es gilt, kann man ja mal machen. Kostet ja nix. 

AliExpress, Temu und Shein – China, der große Konkurrent

Selbst wenn du deutlich über 50 bist, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit schon von den zuvor erwähnten chinesischen Onlineplattformen gehört. Dort findest du schlichtweg alles. Und wir meinen hier wirklich alles. Dummerweise auch jede Menge Produkte, die sich als, sagen wir, günstige Kopie eines originalen Markenartikels entpuppen. Und ja, es gibt jede Menge Chinaschrott auf diesen Plattformen. Sicherlich muss man nicht für alles das Beste und Teuerste kaufen. Jedoch solltest du immer im Hinterkopf haben, dass der Preis ja irgendwie zustande kommen muss. Wenn du also einen Artikel für 5 Euro kaufst, der im normalen Laden 50 Euro kostet, muss doch selbst dem größten Einfaltspinsel klar sein: Hier kann was nicht stimmen! Auf die Arbeitsbedingungen und Umweltschäden wollen wir hier nicht eingehen. Es spielt am Ende auch keine Rolle. Ein Großteil deiner „Markenwaren“ kommt ebenfalls aus China und verursacht exakt die gleichen Schäden wie der Billigkram. 

Persönlich haben wir sehr gute Erfahrungen mit AliExpress gemacht. Versand, Bezahlung, Rückerstattung und Informationsfluss geben wirklich keinen Grund zur Kritik. Selbst wenn du auf einen betrügerischen Händler auf der Plattform hereinfällst, greift der Käuferschutz und du bekommst dein Geld erstattet. Du musst beachten, dass AliExpress eine Plattform wie Amazon ist. Dort tummeln sich Händler, wie auch Marken und eben auch zwielichtige Gestalten, die nichts Gutes im Sinn haben, gleichermaßen. Kleiner Tipp: Schau dir den Namen des Shops genau an. Wenn der Shop „Shop123456“ heißt, keine Bewertungen hat und erst seit einigen Tagen/Wochen online ist, pass vielleicht besser auf. Auch wenn die Preise auffällig niedriger sind als bei den Mitbewerbern, solltest du besondere Vorsicht walten lassen. Gier ist ein schlechter Berater. Auf dem Marketplace treiben sich Händler aus der ganzen Welt herum. Wir haben einige Dinge bei Anbietern aus Deutschland bestellt. Versand liegt hier in der Regel um 15,00 Euro. Die Lieferzeit aus Deutschland lag zwischen 7 und 14 Tagen. Aus China sind es dann eher 2 bis 4 Wochen. Tipp: Wir sammeln einige Produkte und geben dann eine kollektive Bestellung auf. 

Paketstationen, Correos, ECOSCOOTING und andere Zusteller

Hast du alle Hürden bei der Onlinebestellung genommen, geht es ans Eingemachte. Die Zustellung. Grundsätzlich haben wir, wie immer, nichts zu meckern. Alle Lieferdienste sind zuverlässig und kooperativ. Correos ist hier quasi die „Deutsche Post“, ruft oft an und fragt, ob wir schnell zum Auto kommen können. Machen wir natürlich. Parkplätze sind in Arrecife rar. Wenn du aus irgendeinem Grund den Anruf verpasst hast und zurückrufst, kommt der Fahrer manchmal zurück. Oder ECOSCOOTING. Die Jungs rufen an, wenn sie niemanden antreffen. Und wenn du nett fragst, warten sie sogar, bis du angerannt kommst. Natürlich sollte das nicht Stunden, sondern höchstens 5 Minuten dauern. Sei fair! Erreicht dich das Paket trotz aller Nettigkeiten nicht, gibt es weitere Zustellversuche oder du holst es bei Correos in der Filiale ab. Gleiches gilt auch für die anderen Zustelldienste.

Susanne hat schon eine sehnsüchtig erwartete Sendung am Samstag (eigentlich kein Publikumsverkehr) bei DHL abgeholt. Der Mitarbeiter ist kopfüber in das für Montag gepackte Auto gesprungen, hat das Paket aus den Untiefen herausgefischt und ausgehändigt. Wir können nichts Negatives über die Zusteller berichten. Ganz im Gegenteil. Wenn du angerufen wirst, hast du einfach mehr Möglichkeiten als mit einer einfachen Benachrichtigungskarte. Die Abholung in der Correos-Niederlassung läuft genau wie in Deutschland ab. Du gehst zur Filiale, ziehst eine Nummer, gehst an den Schalter und nimmst dein Paket in Empfang. Unser Tipp für Arrecife: In der Mittagszeit zwischen 14:00 und 16:00 Uhr ist weniger los als zu anderen Uhrzeiten. Parkplätze sind allerdings immer schwierig. 

Guanxe und Banango als Rettung in der Not

Wenn all deine Recherchen und das Suchen vor Ort, im Geschäft erfolglos geblieben sind und niemand dir dein Produkt direkt schicken will, hast du die Option, es via Guanxe oder Banango zu bestellen. Das sind zwei Dienstleister, die sich zwischen dem Marktplatz-Händler und dir positionieren und deine Bestellung übernehmen. Das ist relativ einfach. Du legst ein Konto an, startest die App und gewährst Zugang auf dein Konto beim Marktplatz-Anbieter (neben Amazon werden noch einige andere unterstützt). Du bestellst dann wie gewohnt. Die Bestellung wird aber nicht direkt zu dir geschickt, sondern zu einer Sammelstelle des Dienstleisters und von dort zu dir. Dieser Service kostet im Schnitt rund sechs Euro. Was uns sauer aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass oft eine Nachbelastung bei den Versandgebühren erfolgt. Plötzlich ist das Produkt zu groß oder zu schwer und deshalb steigt der Versandkostenanteil auf 15 Euro. Du hast die Wahl. Du stornierst oder zahlst. Wie schon öfters angedeutet, musst du prüfen, ob sich der Aufwand und Mehrpreis gegenüber dem Direktkauf vor Ort rechnet. Bei teuren Artikeln sind Ersparnisse von mehr als 100 Euro erreichbar. Dann sind 15 Euro für den Versand ebenfalls völlig in Ordnung.

Rücksendung, Rücksendekosten und Garantie auf den Kanaren. 

Kaufen ist das eine, reklamieren das andere. Du solltest im Kopf haben, dass online gekaufte Produkte defekt sein können oder innerhalb der Garantie ihre Funktion einstellen. Was dann? Natürlich gibt es hier in Spanien, wie in Deutschland, Garantie- und Gewährleistungsrechte. Beim Händler vor Ort ist das kein Problem. Außer die Sprachbarriere hindert dich nichts an der Reklamation defekter Artikel. Wenn du etwas bestellst, prüfe vorab, wer die Rücksendekosten trägt und wie hoch diese gegebenenfalls sind. Wenn du etwas Größeres zurück nach China schicken musst, sind das schnell 100 Euro oder gar mehr. Hinzu kommt der ganze Aufwand, den du für die Rückerstattung der Zollgebühren usw. betreiben musst. Das ist alles lösbar, macht aber keinen Spaß. Bei Elektrogeräten greift eine EU- oder gar weltweite Garantie der Hersteller. Dann gibt es Servicepartner, die eine Reparatur vornehmen können. In der Praxis haben wir das noch nicht probiert. Bis jetzt benötigten wir nur ein Ersatzteil für unseren Tefal-Grill und das haben wir problemlos beim zuständigen Servicepartner bekommen. Gleiches bei einem defekten Drehtellermotor für die Mikrowelle. Keine Wartezeit, konnte direkt mitgenommen werden. Die Verfügbarkeit hat natürlich einen Preis. Der Motor kostete beim Händler knappe 15 Euro und bei Aliexpress rund 5 Euro. Nachteil: Selbst nach 80 Tagen warten ist der Motor noch nicht da! 

Wir vermissen nichts – Kein echter Verlust

Wenn du dich für ein Leben auf der Insel entschieden hast, musst du mit diesen Einschränkungen rechnen. Das gilt für Lanzarote beziehungsweise für die Kanaren in gleicher Art und Weise wie für die ostfriesischen Inseln. Es kostet mehr, es dauert länger! Hier auf Lanzarote sind die großen Geschäfte, die von chinesischen Besitzern geführt werden (quasi offline-AliExpress), eine wahre Fundgrube an Schnickschnack und Krimskrams für wenig Zaster. Angefangen vom A wie Autozubehör bis Z wie Zebrateppich findest du alle erdenklichen Arten von Produkten. Werkzeuge, Haushaltswaren, Dekoartikel, Hobby- und Bastelzubehör kannst du hier, ebenso wie Kleidung oder Gartenmöbel, käuflich erwerben. Impuls- und Spontankäufe haben bei uns deutlich abgenommen. Früher waren wir echte Konsumterroristen und haben gerne etwas gekauft, nur weil es billig bzw. günstig war und wir es vielleicht irgendwann in ferner Zukunft gebrauchen können.

Zur Info: Es macht überhaupt keinen Sinn, 20 Akkus in die Schublade zu legen, nur um zwei Jahre später festzustellen: kaputt durch Nichtnutzung. Gleiches gilt für ungetragene Kleidung, nie gegessene Lebensmittel und vieles andere, das nie ausgepackt wurde. Heute kaufen wir, was wir brauchen. Ist ein T-Shirt kaputt, kaufen wir ein neues T-Shirt. Offline, wohlgemerkt. Warum sollte man ein T-Shirt auch bestellen? Oder Schuhe? Das sind Dinge, dafür bemühen wir unseren Zusteller nicht mehr. Siehe Rücksendeproblematik. Alles in allem vermissen wir in Bezug auf Onlinekauf nichts. Ganz im Gegenteil. Ab und zu mal wieder versuchen, etwas Bestimmtes vor Ort zu kaufen, ist ziemlich spannend. Es gilt, das Geschäft zu finden, sich verständlich zu machen und das Ganze dann noch nach Hause zu bugsieren. Mehr Aufwand, aber auch mehr Kauffreude, wenn man das Produkt seiner Begierde in den Händen hält. Kleiner Tipp: Wenn du etwas bei Amazon direkt, ohne den Umweg über Guanxe oder Banango bestellen möchtest, schau bei Amazon.es und Amazon.de, die Verfügbarkeit ist oft unterschiedlich und die Versandkosten auch. Manchmal versendet DE oder ES nicht nach Lanzarote oder umgekehrt.

Alternativ zu den großen Marktplätzen solltet ihr bei Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik einen Blick auf die Portale von MediaMarkt, Worten und Co. riskieren. Auch Decathlon, Ikea, Lidl, Aldi und viele andere Anbieter betreiben Onlineshops extra für die Kanaren. Oft könnt ihr die Produkte online bestellen, bezahlen und versandkostenfrei in die Niederlassungen senden lassen. So war zum Beispiel unser Saugroboter online rund 100 Euro günstiger als beim gleichen Händler lokal. 

Bestellung direkt beim Hersteller

Eine weitere Idee wäre die Bestellung direkt bei den Herstellern. Allerdings ist hier eine gute Portion Glück im Spiel. Viele Hersteller und Händler scheuen den Aufwand, die vereinfachte Zollerklärung auszufüllen. Manche ermöglichen zwar die Bestellung, schrecken den Käufer dann aber mit utopischen Versandkosten ab. Wenn wirklich alle Stricke reißen und du ein Produkt unbedingt haben willst, jedoch niemand auf die Kanaren senden möchte, dann gibt es die aufgeführten Dienstleister, die sich auf den Versand auf die Kanaren spezialisiert haben. Hier musst du individuell prüfen, ob der gefundene Anbieter auch zuverlässig ist. Das Versandrisiko liegt nämlich bei dir. Und ein eventueller Verlust deines Paketes kann durchaus zu deinen Lasten gehen. Also immer aufmerksam das Kleingedruckte lesen!

Versanddienstleister und Weiterversendung auf die Kanaren

Banango und Guanxe sind wohl die bekanntesten Alternativen auf den Kanaren. Hinzu kommen eine Reihe von kleinen Dienstleistern, die sich teilweise auf bestimmte Produktkategorien spezialisiert haben. Hier ist Google dein Freund. Beispielhaft sind hier zu nennen: https://deufracht.com, https://www.colisexpat.com und viele andere. Zur realen Zuverlässigkeit können wir nichts sagen, da wir selbst noch keinen dieser Weiterversender in Anspruch genommen haben. Banango und Guanxe haben problemlos funktioniert. Wenn ihr größere Dinge bestellt, kann es passieren, dass sich die Versandkosten weiter erhöhen. Das könnte besser kommuniziert werden. Ihr habt die Wahl: Stornieren oder den Aufpreis bezahlen. Das passiert oft bei Produkten, die größere Abmessungen haben. Beispielsweise Drucker, Staubsauger und so weiter. Bei besonderen Dingen, die nicht wirklich groß sind und keine Eile haben, fragen wir im Notfall Freunde, Verwandte und Bekannte, ob sie uns etwas mitbringen können. Wir lassen unsere Bestellung zu deren Adresse in Deutschland schicken und sie bringen uns die langersehnte Bestellung dann mit.

Fazit: Ein Leben ohne Same Day-Delivery ist gar nicht so schlimm. Ganz im Gegenteil. Man besinnt sich oft und kauft dann lieber nichts. Ich persönlich war früher jede Woche in jedem Hifi- und Computerladen in meiner Heimatstadt. Zum einen, um zu schauen, ob sich ein ultimatives Schnäppchen machen lässt, und zum anderen, um sich auszutauschen. Damals gab es wirklich gute Verkäufer, die Ahnung hatten. Das waren schon eher Kumpel. Dann kam das Internet und alles änderte sich. Heute bin ich eher genervt, wenn ich von einem Geschäft zum anderen laufen muss. So hat alles seine Zeit. Immer öfter gilt die Regel: Was wir hier nicht bekommen, brauchen wir nicht. Schlechter wird unser Leben dadurch nicht. Wir leiden keinen Hunger und wir müssen auch keinen Bastrock tragen. „Geduld ist eine Tugend!“ ist wahrer denn je. Ob etwas 7 oder 70 Tage dauert, spielt keine Rolle, wenn man es wirklich will! Umso größer ist die Freude, wenn ich schließlich mein Produkt in den Händen halte.


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